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Wallfahrt der Pfarrei nach Ellwangen

Wallfahrt der Pfarrei nach Ellwangen
Wallfahrt der Pfarrei nach Ellwangen

43 Pilgerinnen und Pilger aus sieben Kirchorten der Pfarrei konnte Pfarrer Albert Keller bei der Spendung des Reisesegens am letzten Zusteigort in Irmtraut begrüßen. 

Erste Station war der Dom zu Speyer, die heute größte romanische Kirche der Welt und seit 1981 UNESCO-Weltkulturerbe. Dort wurde die Gruppe mit großer Herzlichkeit von Domkapellmeister Markus Melchiori empfangen. Er begleitete anschließend musikalisch die von Pfarrer Keller in der Afrakapelle des Doms zelebrierte Messe. 

Es folgte eine kleine Domführung, bei der Markus Melchiori auch seine nun schon zehn Jahre dauernde sehr erfolgreiche Arbeit am Speyrer Dom und in der Dommusikschule darstellte.

Am späten Nachmittag erreichten wir den Schönenberg bei Ellwangen, wo wir in unmittelbarer Nachbarschaft der beeindruckenden barocken Klosterkirche in einem Tagungshaus der Diözese Rottenburg-Stuttgart sehr freundlich empfangen wurden.

Der zweite Tag, der mit einer musikalischen Morgenandacht in der Klosterkirche begann, war der alten Reichsstadt Ellwangen gewidmet. Einer sehr beeindruckenden Stadt- und Kirchenführung schloss sich am Nachmittag eine Führung im Sieger Köder Museum an. 

Nach einem Kunst- und Anglistikstudium und einer Tätigkeit als Kunsterzieher am Gymnasium in Aalen begann der 1925 in benachbarten Wasseralfingen geborene Sieger Köder im 40. Lebensjahr das Theologiestudium und wurde 1971 zu Priester geweiht. Zahlreich sind seine Werke in Ellwangen und der ganzen Region zu sehen, die sich überwiegend Darstellungen des alten und des neuen Testaments widmen. Im Mittelpunkt des nächsten Tages stand der Besuch der Benediktinerabtei Neresheim. Eine gut einstündige Führung durch die von Balthasar Neumann geplante barocke Klosterkirche eröffnete den Blick auf die sieben herrlichen Kuppelbilder mit Darstellungen aus dem Leben Jesu. Beim anschließenden Mittagessen in der Klostergaststätte konnten die Eindrücke bei Klosterbier und schwäbischen Spezialitäten verarbeitet werden.

Der Festtag des hl. Alfons, vorletzter Wallfahrtstag, wurde mit einer Messe in der Klosterkirche auf dem Schönenberg begangen. Danach ging es weiter in die Region Franken, zuerst nach Segringen mit einer Besichtigung der ev.-luth. St. Vinzenzkirche und der historischen Friedhofsanlage. Dem schloss sich ein längerer Aufenthalt in Dinkelsbühl an. Bei einem sehr kurzweiligen Vortrag in der St. Georgskirche und einer anschließenden Stadtführung konnten sich die Teilnehmer von der historischen Bausubstanz „der schönsten Altstadt Deutschlands“ überzeugen. Mit einer Fahrt auf den ca. 700 Meter hohen Hesselberg, dem hl. Berg der Franken, ging eine erlebnisreiche Tagestour zu Ende. Bei der Heimreise stand ein Besuch von Rothenburg ob der Tauber auf dem Programm. Dort konnte jeder eigene Besichtigungsschwerpunkte setzen, bevor es dann durch das Taubertal über Bad Mergentheim, Tauberbischofsheim und Wertheim mit vielen neuen Eindrücken wieder nach Hause ging.  

Neben dem täglichen Programm blieb noch genügend Zeit, um nach dem Abendessen in geselliger Runde im Weinkeller oder unterm Glaspavillon des Tagungshauses Schönenberg zusammenzusitzen und zu plaudern.

Die Wallfahrerinnen und Wallfahrer bedankten sich bei Pfarrer Albert Keller und

Organist Josef Müller, die bei allen von Karl-Heinz Stinner organisierten Wallfahrten der letzten Jahre durch die Gestaltung der Gottesdienste einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen beitrugen.